Bodenerrosion und Hochwasserschutz
Hallo!
Die heftigen Regenfälle in ganz Österreich haben uns die Hochwassersituation und die Bedeutung des Hochwasserschutzes vor Augen geführt.
Wenn man mit den Betroffenen spricht hört man immer wieder, dass Sie so etwas noch nie erlebt haben, dass das Wasser so schnell gekommen ist.
Es ist nun müßig darüber zu diskutieren ob die Klimaerwärmung oder das zunehmende Versiegeln des Bodens zu solchen Ereignissen führt.
Es fällt auf das in der intensiven Landwirtschaft, vor allem dort wo Mais und andere Feldfrüchte intensiv angebaut werden (Hanglagen besonders)
Die Wassererosion zu erheblichen Humusauswaschungen und Bodenerosionen führt.
Auch Kraftwerksbesitzer die durch die Wassermassen Ihre Turbine abgeschaltet haben um Schäden zu vermeiden berichten, dass nach dem Hochwasser Ihre
Wasserturbinen völlig von Schlamm und Tonmassen die der Bach angeschwemmt hat verunreinigt wurden.
Dies sagen Menschen die schon Jahrzehnte neben oder mit dem Gewässer leben.
Bitte nehmen sie solche Aussagen von unseren Mitbürgern ernst denn die kennen die Gewässer!
Dies belegt dass etwas in der Natur aus dem Gleichgewicht gekommen ist.
Diese Verschlammung der Gewässer hat wiederum zur Folge das Sandbänke und Schottergründer der Bäche und Flüsse die zur Laichablage unserer heimischen Fische genutzt werden unbrauchbar werden.
Ich bin mir sicher dass es noch mehr Gründe gibt für das Verschwinden unserer Fische, als nur Querverbauten oder Kraftwerke die bereits Fischleitern besitzen.
Um noch einmal auf die Bodenerosion zurückzukommen.
Durch den Einsatz von Kunstdünger verändert sich der Aggregatzustand unserer Böden.
Ich bin nicht Fachmann auf dem Gebiet. Jedoch ein Fachmann wie Ing. Michael Spitzer kann das komplexe und fachliche Thema mit einfachen Worten den Landwirten näher bringen.
Wichtig: Schauen Sie sich beispielsweise den Film auf der Homepage www.KE-Lab.at an, oder noch besser laden Sie diesen Experten zu sich auf einen seiner Vorträge ein.
Ich bin der Meinung daß wir den Nutzen der unsichtbaren Kleinstlebewesen und Bodenlebewesen zuerst nutzen sollten.
Bevor man in gigantische und kostenintensive Revitalisierungen oder ähnlicher Wasserbauten (Rückhaltebecken, Hochwasserschutz) weiter investiert.
Denn dies hat mehrere Vorteile die von baulichen Maßnahmen nicht annähernd erreicht werden.
Zum einen den Erhalt der Humusschicht auf unseren Feldern, damit auch wieder Verbesserung des Bodens (der Boden kann dadurch weit mehr Wasser aufnehmen
Und langsam wieder abgeben). Der Schlammeintrag in die Bäche wird wieder auf ein Normalmaß reduziert. Usw.
Ich fordere Sie daher nochmals eindringlich auf sich diesem Thema zuzuwenden. Denn etwas das man nicht sieht (außer unter dem Mikroskop) ist schwerlich zu begreifen. Und doch leben wir mit zig Billionen von MIKROORGANISMEN die in der Natur leben .
Das ist ein Teil der Lösungsansätze die ich Ihnen ans Herz legen möchte.
Mit freundlichen Grüßen
Johannes Leikermoser
18.08.2009

