Ursachen statt Symptome bekämpfen!
Eine effektive Verbesserung der Wasserqualität kann nur erreicht werden, wenn in erster Linie die Neuzufuhr von Schadstoffen in Gewässer vermindert wird. Andernfalls sind alle Maßnahmen zwar aufwändig, aber kaum effektiv.
Ich vermisse beim aktuellen Vorschlag diese Konzentration auf eine langfristige Perspektive, denn es macht wenig Sinn dauernd die Syptome einer Misswirtschaft zu bekämpfen, so lange die Ursachen dafür nicht beseitigt werden.
Damit unsere Gewässer wieder sauber werden können müssen wir jene Methoden ändern, die die Gewässer im Moment belasten. Erst danach macht es Sinn uns um Instandsetzungsmaßnahmen zu kümmern. (Niemand wird mit dem Händewaschen beginnen, bevor er die nötige Arbeit erledigt hat.)
Ich vermisse etwa:
- Förderung von Alternativen zur Düngung
- strengere Auflagen gegenüber Produzenten, die Wasser verbrauchen
- effektive Kontrollen und ausreichende Wiederherstellungszahlungen für Verursacher von Verunreinigungen
- strenge Auflagen beim Gebäude- und Anlagenbau für sparsamen Wassereinsatz
- effektive Besteuerung von Wasserverbrauch/Wasserverunreinigung
- Förderung von Vorzeigeprojekten
- Infoservice für Wasser-Nachhaltigkeit (für Unternehmen und Private)
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Diese Stellungnahme ist von Herrn Franz Gratzer abgegeben worden.
22.07.2009

